"The Mellers" sind in der Gegend bereits bekannt - Jetzt lockt die Republik

Spaß und gute Stimmung stehen bei den Auftritten der Ska-Band. The Mellers aus der Region im Vordergrund. Jetzt will sich die Band auch überregional einen Namen machen.
"An manchen Tagen könnten wir mittlerweile vier Auftritte haben", sagt Niko de Gregorio. Er ist 20 Jahre alt und Gitarrist bei "The Mellers" - einer Ska-Band aus der Region. Wahrscheinlich denkt sich jetzt mancher: Was in aller Welt ist denn Ska? Eine Frage, die den insgesamt neun Musikern nicht selten gestellt wird. Leider haben sie selbst bis heute noch keine einfache Antwort darauf gefunden: "Ska-Musik kommt aus Jamaica und ist der Vorläufer des Reggae; sie hat immer den gleichen Grundrhythmus, während Gesang und Blasinstrumente die Melodie bestimmen", so Gregorio. Man könne auch einfach sagen, dass Ska das gleiche bedeutet wie Stimmung und Spaß.
Seit zwei Jahren gibt es die Band, und ihre bisherige Geschichte kann sich durchaus sehen lassen: Der Trompeter Matthias Beiter fragte einige Freunde, ob sie nicht Lust hätten, mit ihm eine Ska-Band zu gründen. Und sie hatten Lust. Diese Freunde waren natürlich alle Musiker. Egal ob aus regionalen Musikkapellen, Heavymetal-Bands oder Orchestern: der gemeinsame Nenner war, beziehungsweise ist, die Ska-Musik.
Noch nicht einmal die zweite Probe war verstrichen, als sie schon ihren ersten Auftritt hatten. Zwar spielten sie damals nur Coverversionen von Liedern erfolgreicher Ska-Bands - zum Beispiel von "The Busters" oder "No Sports" - aber das störte das Publikum wenig, denn die Stimmung war ausgezeichnet. Immer bessere Auftritte motivierten sie zu immer mehr Proben. Ihr Name sprach sich herum, und Konzerte zu verschiedensten Anlässen waren die beste Werbung. "Irgendwann fingen wir dann an, eigene Melodien auszuprobieren, und Martin Ruess, unser Sänger, und ich schrieben die Texte dazu", erzählt Niko de Gregorio.
Heute besteht ihr Programm fast nur aus eigenen Liedern. Die Texte erzählen Geschichten oder Probleme, die jeder kennt. Zum Beispiel handeln die Texte von Liebesproblemen, Schokoladeneis oder Katzen. "Der Text ist uns nicht so wichtig wie die Musik und die Melodie. Wenn man sich einige Lieder von uns anhört, merkt man die unterschiedlichen musikalischen Einflüsse", sagt der Keyboarder Daniel Kallfass.
Die Mellers sind echte Vollblutmusiker. Ihre Einnahmen decken gerade ihre Kosten und ihre Zukunftswünsche sind bescheiden. "Natürlich würden wir nicht Nein sagen, wenn uns irgendwann ein Produzent nehmen würde. Wichtiger ist aber, dass wir viele gut besuchte Konzerte haben und die Leute jedes Mal ihren Spaß haben. Viel mehr kann man als Ska-Band eigentlich nicht erwarten", meint Niko über die Ziele der Band.
Das wichtigste in naher Zukunft ist, dass die Band auch mal über Friedrichshafen und Ravensburg hinauskommt und nicht nur hier in der Region bekannt ist. Aber durch ihre Kontakte zu anderen Ska-Bands in ganz Deutschland und Auftritten in Stuttgart und auf dem Euregia Partyschiff im September klappt dieses Vorhaben sicherlich auch. Außerdem kommt Ende des Jahres ihre erste CD raus. Da bleibt eigentlich nur noch eine Frage übrig: Was bedeutet der Name "The Mellers"? "Wir haben keine Ahnung. Das war ein Fanvorschlag, und wir fanden’s gut." Weitere Infos gibt's unter www.themellers.de.
CAROLIN RENN