Presse - Schwäbischen Zeitung vom 12.09.1999

Neun Jungs aus der Heimat treffen voll ins Schwarze

MARKDORF - brechend voll war die Tanzfläche im Markdorfer Theaterstadel am vergangenen Freitag, Grund dafür waren "The Mellers", die mit ihrem erstklassigen Ska das Publikum in Wallungen versetzten.

Von unserem Mitarbeiter Boris Mattes

"The Mellers", das sind neun Jungs aus dem Raum Friedrichshafen-Ravensburg, die gemeinsam ihre Vorliebe für Ska entdeckt haben. Seit ihrer Gründung im Mai letzten Jahres, beweist die neunköpfige Combo immer wieder, wie man mit erstklassiger Musik die Fans begeistern kann. Getreu ihrer Banddevise "Fun" boten die Mellers auch im Theaterstadel ein Konzert, das sich gewaschen hatte.

Dabei präsentierten sie eine geniale Programmauswahl, wobei Cover-Versionen bekannter Ska-Bands wie etwas den "Busters" und eigene Songs sich die Waage hielten. Geschickt mischten sie schnelle, treibende Rhythmen mit lockeren Grooves, knallharte Rockelemente mit Reggae-Feeling. Was dabei herauskam waren mitreißende Songs, die zum Tanzen animierten. Bei solch einem Konzert bleibt keiner ruhig stehen, denn ein leichtes mit dem Bein Wippen, rhythmisches Händeklatschen oder lockeres Schulterbewegen konnte sich keiner verkneifen.

Mit ihrer Songauswahl trafen die Mellers zielsicher ins Schwarze: Lieder wie "stay rude, stay rebell" oder "King Kong" sind Garanten für unverwechselbaren Ska-Sound. Beim Covern bekannter Ska-Hymnen bewies nicht nur Niko de Gregorio an der E-Gitarre ein goldenes Händchen; die ganze Crew zeigte ihr erstaunliches Können. Den gut Covern ist eine ganz besondere Kunst: Schließlich wird man immer am bekannten Original gemessen. Doch Kritik zu fürchten haben die Mellers dabei keine. Sie setzen eigene Maßstäbe mit ihrem Skastil. Neben der phantastischen Stimme von Martin Rueß, die perfekt zu der Gruppe harmoniert, hatten die neun noch eine ganz besondere Überraschung im Gepäck. Beim Lied "girlie, girlie" lagen Monika Nad und ihrer unverwechselbare Stimme alle Männer zu Füßen. Mit ihrer klassischen Jazz-Ausbildung paßte sie zwar eigentlich nicht unbedingt zum Ska, doch bewies sie gemeinsam mit den Mellers, was für eine explosive Mischung entstehen kann. Songs wie Summertime, Sally Brown oder Candy zeigten einmal mehr, daß, egal in welchem Gemütszustand man sich auch gerade befindet, Ska im Nu die beste Laune schafft.

Nach gut zwei Stunden Party, verabschiedeten sich die neun Musiker mit dem Titel "The lion sleeps tonight" und einer Eigenkomposition names "Thanks". Zum Schluß nahmen die neun Musiker gemeinsam ihr verdientes Bad in der Menge. Bleibt nur noch eins zu sagen: "Mellers, thank you for playing!"


Heizten dem Publikum im Theaterstadel so richtig ein: die Jungs,
die sich unter dem Namen "The Mellers" zusammengefunden haben.

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