Nennslingen (24.07.2004)

Playground Festival

Was ist das Problem mit Open Airs?? Zum Beispiel das keiner kommt, wenn es regnet.
Aber richtig fies ist es erst, wenn es nicht regnet und trotzdem keiner kommt, weil es die ganze Zeit nach Regen aussieht. So wäre es fast gelaufen. Aber nur fast… und deswegen endet der Tourbericht auch nicht hier.
Aber von Vorne: Zum ersten Mal seit ca hundert Jahren sind mal wieder alle (Ja, alle, auch der Hansi) Mellers im selben Bus gefahren. Apropos Hansi: Neustes Glied in einer nicht enden wollenden Kette von Verlusten was Klamotten und Equipment angeht: Sein Funk-Mikro, offenbar beim Umzug verloren gegangen. Nur noch mal für alle Neu-Tourbericht-Leser ein kleines Review:

        2001 am Morgen nach dem Gig am Hinterberg in Leutkirch: Die PA und die Bühne schon abgebaut, und mitten in der Wies steht als letztes Überbleibsel: Hansis Saxophon

        2001 Wir kaufen von der Bandkasse bunte Hemden und Krawatten: Wer ist schon beim 2ten Konzert weder im Besitz des einen noch des anderen?? Ratet mal…

        200X Ein nicht näher bezeichnetes Bandmitglied muss sich mangels Saxophongurt eine Notbehelf aus einem Strick basteln..

        2002 Gatterberg bei München: Wir steigen morgens verkatert aus unserem Zelt; das einzige was die ganze Nacht auf der Bühne verbracht hat: der Saxophonständer (wobei der dem Aushilfssaxer Hammer gehört hat, was mich in der Tatsache bestätigt, dass es was mit dem Instrument zu tun hat)

        2003 wer meint in Böblingen, auch ohne Mundstück spielen zu können??


Aber ich schweife ab. Auf jeden Fall Funkmikro weg, und fast wär auch das nagelneue, von seinem Bruder ausgeliehene Mikro auf dem KLAVIER (siehe Tourbericht „Polarnacht“) liegen geblieben.
Auf der Fahrt haben wir dann wieder einmal 1,5 Stunden vollkommen Ergebnislos Band interne Angelegenheiten diskutiert, nach massivem Protest beim Burger King in Augsburg gehalten („Du Niko, was muss ich den hier bestellen, ich war noch nie beim Burger King??“), das übliche halt.
Nach ansonsten Ereignisloser Fahrt sind wir dann in Nennslingen von den Parkplatzsheriffs erst einmal in die komplett falsche Richtung geschickt worden, und hätten fast bei einem Tennisturnier gespielt. Nach längerem Fragen, wo es denn jetzt wirklich zur Bühne ginge, wies dann die Hand des Aufpassers ein Ca 1,5 Meter breites, nicht asphaltiertes, schlammiges Loch zwischen 2 Büschen steil den Berg hochgehend hinauf. Aber da wir das Laufen nicht erfunden haben, sind wir trotzdem mit dem Sprinter dort Hinaufgefahren . Auf halben Weg ging es dann weder vor noch zurück, so das 8 Mellers + 5 andere Musiker geschoben haben, während ich Vollgas gegeben habe. Mit Rauchender Kupplung sind wir dann hinter der Bühne raus gekommen, auf der gerade AIRSOUL gerockt hat. Und die machen wirklich guten „Crossover“. Ganz besonders hat es uns die Sängerin angetan. Und, liebe Sängerin, falls du das liest, wir hätten wirklich gerne eine CD erstanden, aber nachdem du auf der Bühne so einen verwegenen Eindruck gemacht hast, hat sich keiner mehr getraut, dich anzusprechen. Aber du kannst uns trotzdem noch eine schicken :o)
Außerdem hat der Puschel von Dir noch erfahren, dass man so einen Fanshop auch noch kleiner als er betreiben kann.
Dann kamen die FAT FRIES, auch die haben gerockt, und außerdem meinen Bandkollegen endlich bewiesen, warum ich 3 Gitarren zum Gig mitnehmen muss.
9 Gyros später haben wir dann die Bühne betreten, und trotz Regenwetter ohne Regen waren doch einige Leute da, und nach anfänglicher Zurückhaltung haben die dann auch gut getanzt. Erwähnenswert noch der PA Verleih, derselbe wie letztes Jahr in Dornstadt, der wiedermal einen absolut kritikfreien Sound geliefert hat, und das nach nur 5 Minuten Soundcheck (und MONIDORDESD, mir sand jo in Froanken), weswegen dann auch auf der Bühne Wohlfühlathmosphäre herrschte.
Nach uns spielten dann noch Nebrasska, die leider mit 1.30 nicht mehr die Prime-time hatten, und deswegen am Schuss auch mehr Leute auf als vor der Bühne waren. Aber es hat trotzdem sehr Laune gemacht, ihnen zuzuhören.
Einen Großen Dank auch noch an die Veranstalter, die sich von dem Wetter nicht die Stimmung vermiesen haben lassen, und uns echt verwöhnt haben (Besonderer Dank noch der Juliane, für alle „BOMMES, RIDDER-Biere und DEES).
Über die Rückfahrt schreib ich jetzt nix, weil ich nicht zu den 8 Deppen gehört habe, die um 2.30 Uhr noch 3 Stunden heimfahren wollten, sondern lieber in Weissenburg (Fahrzeit 10 min) genächtigt habe.

Autor: Niko

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