
Daniel's Hochzeit (24.04.2004)
Hochzeit von unserm Trompeter Daniel
So, also! Eigentlich wollten wir ja keinen Bericht über dieses Kapitel unserer Bandgeschichte schreiben, bzw. der Puschel wollte nicht, daß einer geschrieben wird. Aber weil sich der Daniel nicht mehr an seine eigene Hochzeit erinnern kann, muß ich halt doch einen schreiben.
Also für uns begann der Tag um 11 Uhr zum unser Geraffel zusammenzupacken, weil wir ja eine Einlage bei der Hochzeitsfeier machen sollten, weil sich’s der Daniel gewünscht (oder gewunschen was weiß ich?) hat. Um 12 Uhr hatten wir dann Soundcheck auf der „Schussentalband“ Anlage in der Halle. Dann gingen wir zur Kirche. Dort verliebte sich dann fast die ganze Band erst mal pauschal in die Braut!
Die Trauung an sich sparte nicht mit Showeinlagen, die der Daniel sich auch alle gewünscht hatte. Z.B. das Piccolotrompetensolo, das der Beiter, der Vetter Rudi, und der Dirigent, glaub ich, gleichzeitig auf einer Trompete gespielt haben, war echt super. Mir persönlich hat aber die Lesung am besten gefallen, bei der der Trauzeuge aus Versehen die Predigt vom Pfarrer vorgelesen hat, weil sich’s der Daniel gewünscht hat.
Der Puschel war zu diesem Zeitpunkt schon ganz aufgeregt, weil er sich vorgenommen hatte sämtliche Hochzeitsdisziplinen zu gewinnen.
1. Disziplin: Sektempfang nach der Trauung.
Leider konnte der Puschel diese Disziplin nicht gewinnen, weil es Aufgabe der „Freakles Fress Band Freaks Bräss Bänd“ (oder wie die auch immer heißen) war diesen Sektempfang zu organisieren, und er deshalb leider nicht stattfand.
2. Disziplin: Kuchen essen.
Leider konnte der Puschel auch diese Disziplin nicht gewinnen, weil er erwartungsgemäß gegen den Niko und den Bubu keine Chance hatte.
Dann mussten wir leider einige wichtige Disziplinen auslassen, weil uns der Daniel nicht zum Essen eingeladen hatte. Dafür hatten wir auch vollstes Verständnis. (Ich würde uns bei meiner Hochzeit auch nicht zum Essen dahaben wollen)
Wir sind dann solange in die Wirtschaft nebenan gegangen und haben uns dort eine Kleinigkeit zu Essen bestellt. Da kam für mich dann der erste Schock des Tages! Es gibt doch tatsächlich Portionen, die so groß sind, daß selbst ich sie nicht komplett essen kann. (Welch Schande über mich)
Um 20 Uhr gingen wir dann wieder zurück zur Hochzeitsfeier.
Die wurde von der Schussentalband standesgemäß mit dem Brautwalzer eröffnet. Wir ließen uns so lange das kleine Bier schmecken, das der Kalli für uns bestellt hatte. Ab jetzt durfte der Puschel auch wieder bei den Disziplinen mitmachen.
5. Disziplin: Als erstes Tanzpärchen (nach den Trauzeugen) auf der Tanzfläche sein.
Hätte er geschafft, wenn Bubus Freundin (die hatte er sich ausgeliehen, weil er auf die schnelle keine eigene Partnerin auftreiben konnte) schneller gelaufen wäre.
Bei der Hauptdisziplin (das Brautpaar durch sinnloses trinken möglichst stark finanziell schädigen) sind wir natürlich als komplette Mannschaft angetreten.
Zwischendurch schaffte es die Schussentalband, die übrigens die beste Hochzeitsband von hier bis Texas ist, (das hätte ich auch geschrieben, wenn sie mir keine 100 Euro zugesteckt hätten!) sogar uns mit fiesen Tricks alle geschlossen auf die Tanzfläche zu bekommen.
Es gab auch einige lustige Einlagen. Hier muss ich besonders die der Brickles Bräss Bänd hervorheben. Sie hatten ein Ratespiel vorbereitet. (Es tut uns übrigens wahnsinnig leid, daß ihr wegen unseren geschickten Manipulationen mehr Geld verschenken musstet als geplant war)
Dann kam natürlich die obligatorische Brautentführung.
Und auch hier machten wir geschlossen bei Disziplin Nummer 6 (sich schnell aus dem Staub machen, damit man nicht mit dem Besen tanzen muß) eine gute Figur!
Dann kam endlich unsere Showeinlage! Wir sind als Blasmusik einmarschiert, haben dann auf der Bühne ein paar Lieder von uns gerockt, und dann unser Geschenk überreicht. Dazu mussten wir unsere Große Trommel zerstören, weil da der Gutschein für ein Spanferkel in Form eines Spanferkels drin war. (Der Gutschein war eine Notlösung, weil uns Rueßels Freundin eine mords Szene gemacht hat, als wir das lebendige Schwein in die Trommel sperren wollten) - Ach ja, falls das Spanferkel zu viel ist für euch zwei, stehen wir euch gerne hilfreich zur Seite. -
Nun kam der 2. Schock des Tages: Der Daniel hat doch glatt die Frechheit besessen, das Mitternachtsbuffet mit Käse, den Resten vom Abendessen und irgendwelchen Desserts exakt dann zu eröffnen, als es für uns unerreichbar war, weil wir auf der Bühne standen.
Der Puschel stellte sich nun der 7. Disziplin: Mit möglichst vielen fremden Frauen tanzen.
Leider hatte er sich gleich als erstes eine harte Nuss ausgesucht. Um die Anonymität zu waren nennen wir sie mal Selma Bouvier (Ähnlichkeiten mit der Frisur sind rein zufällig und nicht beabsichtigt). Vor den Augen der ganzen Hochzeitsgesellschaft hat die ihn doch glatt während einer Drehung alleine auf der Tanzfläche zurückgelassen und das Weite gesucht.
Somit war diese Disziplin auch verloren.
Wie kann man nur dem Puschel einen Korb geben? Dieser tolle Körper, sein feinfühliger Humor, sein Charme und seine Intelligenz. Ein Mann wie ein Traum, und sowas lässt sie sich entgehen. (Zu den letzten 3 Sätzen wurde ich unter Androhung körperlicher Gewalt gezwungen! Sie geben in keinster Weise meine eigene Meinung wieder!!)
Leider hat die Band dann irgendwann aufgehört, und wir mussten dann selbst noch etwas musizieren. (Natürlich nur feinste Blasmusik) Nach ca. 1 Stunde hatten wir dann aber Mitleid mit dem Brautpaar, denn die wollten doch so schnell wie möglich die Hochzeitsnacht hinter sich bringen. Wir haben uns dann höflich bedankt, uns verabschiedet, unsere Instrumente aus dem Anhänger der Schussentalband geholt (Ihr habt echt tüchtige Roadies) und sind gegangen.
Wenigstens hat der Puschel noch die Letzte Disziplin gewonnen. Er war der Betrunkenste unter den Letzten 10 Gästen.
Danke Daniel und Julia für die supergeile Party!
(Und der nächste der von den Mellers heiraten will (oder muss) wird vorher rausgeschmissen, weil wir diesem ganzen Hochzeitsstress nicht nochmal gewachsen sind!)
Autor: Botze
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