
Den ganzen Abend gerackert um dann verdonnert zu werden, den Tourbericht zu schreiben – das kann auch nur einem Keyboarder passieren.
Da dieses Mal der selbsternannte König des Sprinterladens Rupfle nicht am Start war, wurde kurzerhand unser Kassier und Gageneintreiber Puschel zum heutigen Sprinterlader berufen. Trotz seiner 2 linken Hände und Bankausbildung, hätte sein Bruder Rupfle den Sprinter nicht besser laden können. Das muss entweder was mit den Bentele-Genen zu tun haben oder mit dem geschickten und Platz sparenden Anordnen von Milchkühen im Benteles Hof schon im Vorschulalter… Wie dem auch sei, sind wir pünktlich losgekommen und schon wenige KLEINE Biere später im Gemeindesaal in Dürnau (mit Ausnahme vom Spezischüttler-bis-alle-Kohlensäure-raus-ist Hanson).
In Dürnau angekommen, wurde gleich unser Geraffel ausgeladen (ja ja ihr Mellerskollegentrottel, echt lustig euer Running-Gag mit meinen Keyboards – lasst sie ruhig immer stehen…) und der Klangtest (engl.: Soundcheck) mit unserem Müllers Mischel durchgeführt. Anschließend ging es an unsere Lieblingstätigkeit („Du Hanson, was gibt’s denn heute zu essen?“). Glücklicherweise (kleiner Scherz ;o) war die Metzgerei vorletzte Woche abgebrannt, die eigentlich für das Katering zuständig gewesen wäre. Darum bekamen wir lecker Pizza vom Italiener! Es lebe der Dürnauer Pizzabäcker! An dieser Stelle noch einen Dank an die Veranstalter: sie sind wohl die ersten, die unseren Vertrag erfüllt haben und uns Spiegel (gleich 3 Stück) in den Backstage-Raum gestellt haben. Nagut, sie waren von den Toiletten abgeschraubt, aber immerhin. Das nächste Mal hätten wir aber gerne Ganzkörperspiegel mit einer konvexen Rundung in der Bauchregion um unsere Schwimmringe zu verkleinern… :o) Beim Thema Schwimmringe: unser Medizinstudent Niko hat uns erst einmal aufgeklärt, dass seine Professoren gemeint hätten, dass man vom Sport nicht abnimmt (deshalb bewegen wir uns auch nicht auf der Bühne!) und dass sich der Bodymaß-Index nach der Formel: BMI = Gewicht in kg / (Körpergröße in Meter)² berechnet. Ab einem Wert von 25 ist man schon leicht übergewichtig. Das Resultat: außer dem Tarzanspargel Rueßl hat es nur noch der Eeeeeeberle mit 24,8 gerade noch unter die Grenze geschafft. Auch ich war schon mir 25,2 im fettleibigen Bereich. Ein weiteres interessantes Ergebnis war, dass der BMI-Wert von Niko und der Wert unseres Bassisten Botze nicht weit voneinander abweichen und im oberen 30er Bereich liegt – ohne genaue Werte nennen zu wollen… Vor dem Auftritt musste Niko noch das OP-Besteck auspacken, um dem Hansi die Fäden von einer alkoholbedingten Kopfverletzung zu ziehen. Nach schmerzhaften Schreien aber nur kurze Zeit waren wir endlich startklar.

Auch wenn der Saal kurz vor Beginn des Konzertes eher die Anzahl an Gästen einer Kreisliga Frauenfußballmannschaft hatte, konnten wir doch innerhalb kurzer Zeit den Saal füllen und zum tanzen animieren. Ein besonderes Augenschmankerl lieferte die Verlosung unseres Bienenkostüms: Wie der Zufall so wollte, zog unser Puschel schon routiniert das Los und musste sich in der 2. Halbzeit als scharfe Biene mit behaarten Beinen (diese waren allerdings echt) verkleiden. Nach einer super Party und 2 Zugaben mussten wir nach 2,5 Stunden aus kreislaufbedingten Gründen (siehe BMI-Index) das Konzert beenden und uns in unsere Sauerstoffzelte begeben.
Aber nun zum Highlight des Abends: Da ein BWL Studium nur aus nutzloser Theorie besteht, mussten Niko und ich dem Fanshopleiter Puschel ein praktisches Beispiel von „Bandshop-Umsatzsteigerung durch marktschreierische Marketingstrategien an jungen Kunden mit geringer Finanzkraft“ geben. Wir verkauften so viele CDs, T-Shirts, Tangas etc. wie der Puschel in einem Jahr nicht verkauft bekommt. Aggressive Preispolitik („Geiz ist geil!“), Buttonverkauf nur an männliche Kundschaft, persönliche Verkaufsgespräche und sogar Tanzeinlagen führten fast zum Ausverkauf unseres Fanshops. Lediglich das nassgeschwitzte Hemd vom Niko konnte (war der Geruch dran schuld? ;o) nicht mehr an den Mann/die Frau gebracht werden.
Zum Schluss hatten wir noch die Ehre die Simone, einer unserer treuesten SKA-Fans, irgendwo im allerhintersten Hinterland nach Hause zu fahren. Die richtig harten Jungs unter uns haben dann noch während der Fahrt ein KLEINES Betthupferl-Bierchen getrunken (mich ausgenommen – ich hatte mein KLEINES Bier schon auf der Hinfahrt getrunken :o) bis wir pünktlich um 5 Uhr zum Gekrähe von Botzes Hahn wieder im idyllischen Bibruck angekommen waren. Was tut man nicht alles für legewarme Frühstückseier von glücklichen Hühnern…
Noch einmal vielen Dank an die Veranstalter und alle SKA-Fans aus Dürnau, um Dürnau und Dürnaudurum! Ihr habt wirklich gerockt und wir hatten viel Spaß mit euch!
Bis zum nächsten Mal in Dürnau!
Autor: Kalli