Dorfen / Gatterberg (Teil 1) (24.05.2002)

Open-Air

 "Haltet euch fest:" - die Mellers waren wieder auf Tour

24.05.2002 12 Uhr: Nun war es endlich wieder soweit: nachdem unsere Auftritte die letzten Monate etwas dünn gesät waren, war nun das schon lang erwartete Wochenende gekommen an dem die Mellers wieder auf Tour gingen. Da man als Student und "Minus-Kamerad" eh immer der Depp ist, war ich natürlich schon im Zug von Karlsruhe nach Ulm zu unserem Treffpunkt unterwegs, während z.B. unser Zimmermann Rupfle erst Mittagspause hatte und das von Mama geschmierte Mittags-Vesperbrot und seine lecker Cabrisonne © ausgepackte.

Nichtsdestotrotz haben wir uns dann doch pünktlich in Ulm getroffen und konnten dann endlich voll beladen und vollzählig unsere Fahrt antreten. (Unter vollzählig verstehen wir mittlerweile ALLE minus HANSI plus AUSHILFE ;)

Ach ja, bevor ich es vergesse: leider haben wir dieses Mal unseren tapferen, redseligen und äußerst augagierten Rowdy Matze (Alias "Carrier") zuhause lassen müssen. Auch die Fahrt war dieses Mal äußerst ruhig, ohne Gemaule und mit wenigen Raucherpausen - ein freier Sitzplatz bei unserem Manager Bubu wirken eben doch noch echte Wunder...(gell Rußel?!?)

Von unserem Aushilfssaxer Paul (Nickname "Hammer") angeführt, waren wir richtig heiß auf die beiden uns erwartenden Open-Air Konzerte. Einige Pils und Pinkelpausen später (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unseren dieses Mal unglaublich geduldigen Gitarristen) kamen wir Dank unserem Bottlinger-Navigationssystem (das Konkurrenzprodukt zu GPS) sicher in Dorfen an. Irgendwie schien es die Personen an der Einfahrt nicht zu stören als wir ihnen sagten dass wir "DIE Band" seien. Bevor wir alle ausgestiegen waren, prostete uns Niko schon mit einem Maß zu mit den Worten "Geil! Die haben ja sogar Maß hier!". Gleich darauf kam der Veranstalter des Festes auf uns zu, begrüßte uns und gab uns das, was uns an diesem Abend zum Verhängnis werden sollte: für jeden einen "Fressen-Saufen-FREI" Gutschein!!!Nach einem kurzen Linecheck ging’s dann auch pünktlich los. Wir spielten ca. eine Stunde unser "Best of" Programm und schon nach kurzer Zeit hatten wir unser überwiegend punkiges Publikum auf unserer Seite. Wir konnten ihnen beweisen, dass man für richtige Musik doch Bläser UND einen Keyboarder braucht!!! Nach einer Zugabe mussten wir dann die Bühne räumen, da der Zeitplan der Bands sehr eng gelegt war.

Doch schon nach dem Auftritt bekamen unsere Bläser von unserem Botze für ihre tatkräftige Unterstützung beim Auf- und Abbauen die Haare geföhnt. Von diesem Schlag getroffen, legte sich unser Beiter in den Sprinter und schlief bis zum nächsten Morgen durch. Die fehlenden Flüssiggage-Einnahmen mussten dann natürlich zu Lasten der anderen Bandmitglieder verteilt werden - aber bei 5 Essensständen, die wir ausgiebig testeten, Bierstand und Bar war dass auch kein Problem. Schon bald entdeckte unser Puschel "Wow, die haben ja Gin-Tonic hier" - dieser schmeckte dann aber doch mehr nach abgestandenem Scheibenwischerwasser. Coole Bands spielten bis tief in die Nacht, Hanson brachte dem Hammer (oder umgekehrt?) das Trinken bei, während manch anderer den Regenwürmern Rauch in die Höhle blies. Als es dann im Morgengrauen ans Nächtigen ging, verzichtete unser Hammer darauf, seinen Schlafsack aus dem Sprinter zu nehmen da er ja "irgendwo ganz unter dem Equipment versteckt" sei und versuchte allein mit der Zeltplane zu schlafen (Als wir am nächsten Morgen die Tür öffneten, war es - wie es der Zufall will - natürlich sein Schlafsack, der als erstes aus der Sprinter fiel). Aber wir lustige Musikanten sind ja schließlich hart im nehmen - von unserem Zittern vor Kälte werden wir ja nicht einfach wach!!! (Hehe) 

... to be continued ...

Autor: Kalli

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