
Weil der Stadt (17.12.2004)
JuHa Kloster
Also: 16:45 Uhr Treffpunkt bei mir. Alle sind da außer der „große Lademeister Rupfle“. Aber wenn wir kein Schlagzeug mitnehmen müssen kann eigentlich jeder Idiot den Sprinter laden. Gesagt getan!
Aber dann kam der Rupfle und ist komplett Amok gelaufen und hat erst mal die Hälfte wieder ausgeladen, und das obwohl wir eh schon viel zu spät dran waren. Um 17:10 sind wir dann weggekommen und haben dann erst mal die Verpflegung, die eigentlich für 3 Tage hätte reichen müssen, in wenigen Minuten vertilgt. Dann haben wir den Niko in Ulm abgeholt. Szene in Ulm: Puschel: „ Wo muss ich hin?" Botze: „Links zeigt der Wegweiser zur Autobahn!“ Niko: „Nein, nein fahr gerade aus, fahr gerade aus, das ist wesentlich schneller!!!“. Kurze Zeit später: Niko: „ Oh, ich nehm alles zurück, aber da verfahr ich mich jedesmal.“. Also wieder eine viertel Stunde kaputt gemacht.
Als wir dann endlich in Weil der Stadt ankamen, stand der Kalli, der mit dem Zug angereist war, schon ganz aufgeregt winkend an der Straße um uns zum JuHa Kloster zu lotsen. Erst mal die Lage checken! Oh sch... ! Wir müssen alles in den 1. Stock hochtragen! (Aber zum Glück gabs etliche fleißige Helfer! Vielen Dank!) Nachdem wir alles im Backstageraum unterm Tisch und in den Wandschränken verstaut hatten, (Die guten Abstellplätze waren bereits durch die anderen 3 Bands belegt) haben wir dann erst mal wieder gegessen.
Ich weiß jetzt nicht wie‘s bei meinen Bandkollegen aussah, aber ich konnte mir die anderen 3 Bands nur kurz anhören, weils in dem Raum in dem die Bühne stand ca. 50 Grad hatte, und ich nach 5 Minuten immer schweißgebadet aus dem Raum flüchten musste.
Dann waren wir an der Reihe. Bereits nach dem Umbau waren wir so durchgeschwitzt, wie sonst nach 2 Stunden spielen. Und dann während des Auftritts wurde bei einigen von uns der Wunsch nach einem, auch ohne Hemd, vorzeigbaren Oberkörper immer stärker. Nach eineinhalb Stunden waren dann sowohl wir als auch das Publikum total am Ende. Als der Veranstalter dann mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht meinte, daß das wohl der heißeste Gig war den wir je gespielt hatten, war er fast beleidigt, als ich meinte, das „Kontrast“ in Konstanz ist heißer und vor allem feuchter.
Da wir ja im JuHa übernachten mussten, und es doch danach aussah, als ob es nicht jedem ein bequemes Sofa treffen würde, haben wir natürlich versucht alternative Schlafstätten zu organisieren. Aber irgendwie wollte uns niemand mit nach Hause nehmen. Nicht einmal die Mitleidstour hat geholfen. Aber es gab wenigstens 2 ganz arg nette Mädels die gemeint haben, daß wir morgens zum Duschen vorbeikommen können. Früher (Rupfle) oder wesentlich später (Hanson) hat sich dann jeder nach einem Schlafplatz umgesehen, sehr beliebt war der Flur einen Stock höher, wo noch einige Sofas standen.
Leider hat man da aber die „Musik“ (nur der Hanson bezeichnet so was wirklich als Musik) die noch bis um 7:00 Uhr in voller Lautstärke gelaufen ist sehr gut gehört. Unser Schlafplatz hat sich auch morgens als sehr ungeeignet herausgestellt, als viele besorgte Eltern ihren Nachwuchs an uns vorbei zum Blockflötenkurs brachten.
Der Hansi hat direkt neben der Theke genächtigt, und seine ersten Worte waren morgens: „Schlag mal jemand bitte diese scheiß Anlage zusammen“. Er hat auch gemeint, daß es nicht seine beste Idee war nachts barfuß auf die Toilette zu gehen, als er deren Zustand bei Tageslicht betrachtete.
Nach einem improvisierten Frühstück haben wir dann unser Geraffel eingeladen und wollten zum Duschen fahren. Aber die Adresse auf Hansis Arm war bis zur Unkenntlichkeit verschmiert, und das Bieretikett mit der Telefonnummer war nicht mehr aufzufinden.
Also haben wir Weil der Stadt in Richtung Bad Liebenzell verlassen, weil es dort ein Thermalbad gibt. Nachdem sich dann jeder eine Badehose gemietet hatte (ja so was gibt’s) sind wir zum Duschen gegangen und danach zur Entspannung ins Thermalbecken. Nach einer Stunde (bzw. 5 Minuten vor man uns rausgeschmissen hätte) haben wir uns dann auf den Weg nach Wermelskirchen gemacht.
Jetzt erst mal eine Kleine Zwischenbilanz: Obwohl wir alle nicht den besten Schlaf hatten, und obwohl einige von uns sogar etwas an Gewicht verloren haben, hat es brutal gerockt im „Kloster“ und wir kommen gern wieder!!
Ende Weihnachtstour 1. Teil.
Autor: Botze
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