
Eglofs (2) (11.06.2005)
Open-Air
Und es geht mal wieder ins schöne Allgäu. Auch wenn das Wetter dasselbige nicht zu halten versprach, so versicherte uns doch unser aus einer Landwirtschaft stammende Jüüürgen, dass "sein Vater den ganzen Tag Silo gemäht habe, es könne also unmöglich regnen" Und zumindest auf den Herrn Bentele Senior kann man sich verlassen, es regnete nicht.
Also einmal nicht nach der alten Bauernregel (...nein, nicht die rote auf dem Acker):
"Spielen die Mellers ein Open Air, dann kübelts aus Eimern, sehr groß und sehr schwer..."
Kleiner Witz...!
Rechtzeitig trafen wir gegen 7 auf dem DORFPLATZ (Grüße an den Beiter!) ein, auf dem wir auch noch GESPIELT haben, und wo die Leute noch AUS ALLEN RICHTUNGEN gekommen sind. Zum TRINKEN später mehr.
Und da mussten auch schon die "Moh Bettah Freaks" ihr Programm anfangen, und so ganz glücklich haben sie auch nicht ausgesehen, weil eben auf einem Open Air um 7 noch nicht sooo die Hölle abgeht. Übrigens lest mal die letzten drei Buchstaben der Band rückwärts. Na.. Toll, oder!!
Wir haben dann unsere Essens und für jeden 2 (in Worten "Zwei") Getränkemärkle abgeholt (...Falls es nicht reichen sollte, könnt ihr ja nochmal kommen :o) und haben dann genüsslich Krautgyros bzw. Wurstschaschlik speisend den Freaks etwas zugehört. Da die Verehrung und götzenähnliche Anbetung meiner Bandkollegen (bin halt schon ein Gitarren-Käpsele..) meine Person betreffend mir schon die letzten Auftritte zuviel geworden war, hatte ich mich entschieden, etwas negativ Promotion zu betreiben, und im 1€ Shop eine Wasserpistole zu kaufen. Und ich kann mit Stolz sagen, dass es nach 20 Minuten niemand in der Reichweite meiner Waffe gab, der mich nicht gehasst hätte! (Inklusive dem netten Mädel hinter der Cola Bar, die die Pistole noch für mich nachgefüllt hatte: hast du wirklich gedacht, ich würde dich anschließend nicht nassmachen??) Gefährlich wurde es nur kurzfristig, wo ich aus Versehen den aggressiv aussehenden 2 Meter Glatzkopf getroffen hatte. Leider waren die 2 Märkle relativ schnell weg, aber auf der Bühne gabs dafür genug Getränke.
Und so legten wir denn gegen halb 10 los. und obwohl wir sicherlich am Anfang das jüngste Publikum unserer Karriere (Im Schnitt 12, also nunmehr ein drittel unseres Saxers!) vor der Bühne am ab-hotten hatten, steigerte sich das Alter immermehr. In einer großzügigen Geste schenke ich dann einem Geburtstagskind die Wasserpistole, und kam damit der mutwilligen Zerstörung selbiger durch meine angepissten Kollegas zuvor.

Als weiteren Gag holten wir dann noch den ganzen Südtiroler Musikverein auf die Bühne, der in Eglofs zu Gast war, und die haben sich über den Bozener Bergsteigermarsch wirklich einen Ast abgefreut. Bis nächstes Jahr bei euch!
Der Sound war sehr genehm, und dank optimaler Bühnentemperatur vergingen die 2,5 Stunden wie im Flug. Message-Feuerspucken-CDs gegen BH tauschen - Buttons anstecken... kurzum, alles, was einen geilen, gelungenen Auftritt ausmacht, war gegeben. Zusätzliche Märkchen tauchten auch noch auf, und so begaben sich alle brav in den Sprinter (sofern die Freundin bzw Frau daheim wartete..) um dort auf die anderen zu warten, oder alternativ unsere Singles gen Bar, Mädels kennenlernen.
Fazit: Eglofs war vom Spassfaktor oberste Spitze, und hat grantenmässig Hintern getreten. Bis nächstes Jahr wieder...
Autor: Niko
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