
Grenzach-Wyhlen (08.10.2005)
Kulturwoche
Da fährt man einmal in (bzw. durch) die Schweiz, es haben alle einmal ALLE ihre Ausweise dabei, usw.. und die Zöllner (man beachte diesen alt-testamentarischen Begriff) machen sich nicht die Mühe, einen zu kontrollieren! Ja, ich weiss, Grenzach liegt nicht in der Schweiz, aber so nahe an Basel, dass es sich lohnt durch die S. zu fahren. Behauptet zumindest der Botze. Und der muss es ja wissen. (Obwohl bei seiner analog-modem-Verbindung sicher kein Routenplaner funktioniert..)
Vorher wäre ich aber fast noch auf der Fähre tätlich attackiert worden, bin ich doch „etwas“ dicht mit dem Sprinter auf das Fahrzeug vor mir, bzw. den Typ der dazwischen stand, aufgefahren, und der wollte dann auf mich losgehen. (Was denn, 20 cm reichen doch locker?? Also 20 „echte“ cm, nicht das, was die anderen Mellers ihren Freundinnen erzählen 20 cm wären..)
Dann haben wir uns bei der Fahrt durch Konstanz noch spontan entschieden, unseren Webmaster um seine Teilnahme zu bitten. Original-Telefongespräch: „de Both, wir sind in 30 Sekunden bei dir?? Gehst du mit??" – "Jo...!“ Aber als Holländer hockt man ja sowieso immer auf einem gepackten Koffer, falls die Deiche brechen. Und spontane Ideen sind oft die Besten. Noch schnell beim Plus Fleisch und Brot gekauft, und sich über den Hanson totgelacht, der 50 Cent in einen Schokoladen Automat gesteckt hat, um sich Schoko-zigaretten rauszulassen, wo der Hebel hängen-geblieben ist (Ja, so ein Automat ist auch nicht plöd, der weiss, wem so was gut tut, und wem nicht..)
Nach 3 langen Stunden mit 120 über die Autobahn schleichen (6 km/h zu schnell kostet in der S. gleich 600 Franken) Ankunft in Grenzach. Leider haben wir uns nur noch die Zugabe des Mädchen-Gospel-Chores anhören können, der gerade auf der Bühne war, aber was wir gehört haben war schön..
Soundcheck (Mischer: „.... deine Stimme klingt so belegt heute, das wird schwierig..“ Die klingt aber immer so!) Pizzaessen. Dem Rupfle klarmachen, dass er gegen eine elementare Mellers-Grundregel verstoßen hat. Interview mit dem Lokalradio: ... „Haalloooo, hier sind Niko und Ruesel von theeee Meeelllers und Ihr hört gerade Radio Kanalratte...“
Und dann Gig. Leider nicht vor sooo brutal viele Leuten. War aber trotzdem lustig. Und wie sich erst Rupfles Bunny über den Song „ for my Görlfriend“ gefreut hat. Dann gabs noch eine kleine Session mit Hansis Schlagzeug-Studien-Kollegin, der keiner geglaubt hatte, dass hübsche Frauen Schlagzeug spielen können, bis sie uns vom Gegenteil überzeugt hat.
Und dann sind wir noch mir unserem treuesten Fan Heiko (der während dem ganzen Set „Juhhuuu“ geschrieen hat, wo wir aber nur „schwuuuul“ verstanden haben) und tatsächlich allen, die noch auf der Party waren (ca. 20 Leuten) und 2 Kästen Bier in seine Wohnung (...bist du sicher, dass sich deine hochschwangere Frau freut, wenn wir um halb 3 da noch auftauchen??). Viel Bier, jede Menge Spass (Ja, auch der Kalli und der Eberle wurden trotz aller Gegenwehr auch einmal zum Spass-haben genötigt) und ein Pilzragout später sind wir dann doch noch ins Hotel gegangen. Aber, klug wir sind, haben wir aus Bozen gelernt, es ist also niemand nackt durchs Hotel randaliert, es sind keine Teppiche verschwunden, und es hat auch niemand ins Zimmer gereihert.
Dickes Frühstück am nächsten Morgen im Chinarestaurant („Wie, es gibt keine Marmelade süß-sauer??“) und saulangweilige Heimfahrt, auch wenn gewisse Leute gar nicht schnell genug wieder nachhause kommen konnten.
Niko
PS: Marlen, mach dir nix draus, beim nächsten Mal läufts besser!
Autor: Niko
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