
Kißlegg (05.08.2006)
Get Stoked Open Air
Laut unserem welterfahrenenen und weitgereisten Hansi ist "stoked" ja ein Ausdruck aus der Surfersprache, der benutzt wird, um das Hochgefühl beim Erblicken einer großen Welle auszudrücken. Was das mit dem maximal Meer-fernen Allgäu zutun hat, versteh ich auch nicht ganz. Der Hansi hatte wie immer auch dafür eine Erklärung: So sei die durchschnittliche weibliche Brust im Allgäu auch rund (...wie eine Welle...) und täte ähnlich Gefühle (mit einem Wort "stoked") in ihm auslösen. Das lass ich jetzt einfach mal so unkommentiert stehen...
Eine extrem unterhaltsame Sprinterfahrt mit unserem Manager Bübü am Steuer und ein paar kleinen Jägis zum Aufwärmen. Die Erkenntnis, ein paar Ex-Bandmitglieder vom Mailverteiler streichen zu müssen, da deren Verfehlungen sich sehr schädigend auf die Beziehungen unserer aktuellen Bandmitglieder auswirken... Naja wenn schon kein Meer, dann wenigstens Wasser von oben: Auch das war nix neues, geregnet hatte es schon am letzten "get stoked". Trotzdem ist uns die Klappe runtergefallen, den als wir recht spät um halb 8 (und da lief das Open Air schon seit ein paar Stunden) eingetroffen sind, hat die Hip Hop Band gerademal vor 20-30 Leuten gerapt. Au Backe!
Also erstmal in die Vereinsgaststätte und dann versucht, nicht nur möglichst viel Chilli zu essen, sondern auch noch die Vegetarier zu ärgern, indem man die Vegi Reispfanne (lautes Gelächter) mit dem Chilli kombiniert hat. Auch die Knüppelpunkband vor uns hats publikumsmässig nicht gerissen: vielleicht warens jetzt auch 40 Leutchen der Bühne...
Umbau, irgendso ein seltsamer augenklappentragender Bombenleger vor der Bühne, der nur "macht jetzt endlich Lärm, ihr Deppen" geschrien hat... So sieht wohl Captain Jack Sparrow in 20 Jahren aus.... Ja und dann wir: Und, oh Wunder, nach dem ersten Stück war vor der Bühne voll! Das hätte wohl gar niemand erwartet. (Daran war sicher nur mein extrem goiler RECTIFIER Monster-Gitarrensound schuld...) Und da wir auch länger als ausgemacht spielen durften, haben wir es echt krachen lassen... Sehr cool. extrem "stoked"!
So war dann nach 1h 15 Min Schluss. Nach uns hat dann noch eine Profi-Reggae Band aus Köln gespielt (...Profis deshalb, weil nur absolute Profis 1h Stunde zum Soundcheck brauchen...). Aber wir haben uns der Fanbetreung gewidmet. Und mittellosen Fans mit rosa zelt aus Mitleid Würstchen gezahlt. Und Ausstand gefeiert. So war der Puschel zwar schon weg (schafft jetzt bei einer Firma in Mexico die US-Visa an ausreisewillige Mexikaner vertickt und kolumbianische Konsumgüter nachts nach Kalifornien importiert). Aber auch vom Hanson und vom Eeeeeeeberle wars der letzte Gig, weswegen eine Runde Jägis die nächste jagte... Au weia! Und bevor mir dann noch von skrupellosen Kisslegger Austohändlern ein Re-import Neuwagen verkauft wurde, haben wir dann doch lieber die Heimreise angetreten, zumal es vor lauter Jägi/WiskeyCola Ausstand bei den meisten Mellers mit dem Laufen und Schwätzen sowieso nicht mehr so gut geklappt hat...
Fazit: Wenn man nur an sich glaubt und den Gott des Kräuterlikörs auf seiner Seite hat, dann wird auch aus einer lauen Party noch eine Fetzen Sause. Vielen Dank an das ganze Get stoked Team...!
Autor: Niko
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